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Dass so etwas nicht mehr sei!

Die Schülergruppe während der Führung im ehemaligen KZ Dachau. Foto: Körkel

oben: An der Schnittstelle zwischen SS-Kaserne und Lager, im Hintergrund der Lagereingang / unten: in der Dauerausstellung im "Jour-Haus" des Lagers. Fotos: Körkel

Exkursion der Kursstufe 2 zur Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau

Das Konzentrationslager Dachau war nicht das erste der zahlreichen Lager der NS-Zeit. Vor ihm hatte es einige frühe oder „wilde“ Lager gegeben, denn von Beginn an waren Hitlers Schergen von SA und SS gnadenlos gegen politische Gegner vorgegangen, hatten diese ohne richterlichen Befehl verhaftet und weggesperrt. „Dachau“ steht aber für das Lager, welches am längsten Bestand hatte: vom 22. März 1933 bis zur Befreiung durch Soldaten der 7. US-Armee am 29. April 1945.

Auf ihrer Exkursion am Mittwoch, den 17. September erhielten die Schüler*innen der beiden Geschichtskurse von Frau Saurbier und Herrn Körkel eine umfangreiche und sehr intensive Führung. Während dieser erfuhren sie, wie das Schutzhaftlager Dachau zum Muster aller Konzentrationslager im damaligen NS-Staat und in den eroberten Gebieten wurde. Von einer „Dachauer Schule der Gewalt“ kann gesprochen werden, denn Lagerkommandant Theodor Eicke ließ hier die SS-Leute auch für den Einsatz an anderem Ort schulen. Beide Gruppen starteten ihre Führungen deswegen an der Schnittstelle zwischen den beiden Welten: Der SS-Kaserne und dem Häftlingslager, der Außenwelt und der Innenwelt, in der alle rechtlos waren und ihre Individualität als Menschen verlieren sollten.

Entsprechend trostlos sah der Alltag der Lagerinsassen aus, die vom ersten Schritt ins Lager an der Willkür der Wachen schutzlos ausgesetzt waren. Auch heute noch betreten alle Besucher*innen den Komplex durch das Jourhaus mit der verhöhnenden Inschrift: „Arbeit macht frei“.

Auf dem Rundgang durch das weitläufige Gelände mit Wirtschaftsgebäuden, Appellplatz, Häftlingsbaracken, besuchten die Schüler*innen zuletzt die Krematorien. Dass dieser Ort auf alle eine zutiefst bedrückende Wirkung hatte, wurde deutlich, ebenso im sog. „Bunker“, den einige im Anschluss an die Führung noch aufsuchten.

Während der Führung im ehemaligen KZ Dachau. Foto: Körkel

oben: Auf dem Apellplatz vor letzten noch stehenden Lagerbaracke (heute Museum) / unten: in diesem Bereich standen die Lagerbaracken. Fotos: Körkel.

Je mehr sich alle auf den Gedenkort Dachau eingelassen hatten, desto deutlicher wurde, wie hier die Nähe zur Geschichte auch emotionale Dimensionen erreichte, die der Geschichtsunterricht sonst kaum vermitteln kann. Besondere Nähe zum Geschehen wurde durch Zitate aus den Aufzeichnungen ehemaliger Insassen vermittelt, die den bedrückenden Alltag schilderten. Als einer der Überlebenden ist Viktor Frankl zu nennen, dessen späteres Buch den Titel trug: „… trotzdem Ja zum Leben sagen“ Mit den Berichten über seine Erfahrungen in den Lagern Dachau und Auschwitz erreichte es weltweite Bekanntheit.

Die Exkursion fand am folgenden Tag in der Nachbereitung im Unterricht noch eine Fortsetzung. Dass sich die Fahrt sehr gelohnt habe, wurde dabei vielfach bestätigt. (B. Körkel)

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